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Heidelberger Theaterpreis 2018!

Heidelberger Theaterpreis PUCK Publikumspreis

Name: Sophie Scholl

Heidelberger Theaterpreis 2018!

Jetzt auch buchbar für Ihre Schule! Auf Wunsch mit Nachbesprechung!

  • Das Stück

    Sophie studiert Jura und steht kurz vor ihrem Abschluss. Die Namensgleichheit mit der historischen Sophie Scholl ist reiner Zufall.

    Die Leben der beiden Studentinnen werden durch die parallele Handlungsführung eng miteinander verwoben:
    Die Sophie der Gegenwart muss vor Gericht aussagen, da ihr Professor verdächtigt wird, Prüfungsunterlagen vorab an Studenten herausgegeben zu haben, um sich zu bereichern. Er wälzt die Verantwortung auf seine Sekretärin ab und erpresst seine Studentin.

    Sophie könnte bezeugen, dass es nicht die Sekretärin war. Aber soll Sophie ihre Zukunft aufs Spiel setzen? Soll sie riskieren, dass die Prüfungen wegen des Betrugs für ungültig erklärt werden? Die anspruchsvolle Namensgleichheit und die ständige Erinnerung daran stellt eine große moralische Hypothek dar – muss nicht gerade sie Rückgrat zeigen?

    Die Dramaturgie des Stücks ermöglicht es, den inneren Konflikt der Darstellerin mithilfe von Rückblenden aus den Lebensstationen der jugendlichen Widerstandskämpferin zu veranschaulichen. Sophie quälen Gewissenskonflikte und sie gesteht, nicht den Mut ihrer Namenspatronin zu besitzen.

    Das Stück zieht jeden in den Bann: Es geht um die Angst vor der eigenen Courage, die wir alle kennen – kaum einer wird sie los, der seine berufliche Laufbahn noch nicht beendet hat. Aber genau diese mangelnde Reflexion über dieses Dilemma führt zum Verlust an Demokratie, den wir zurzeit erleben.

  • Die Autorin

    Rike Reiniger wuchs in Bochum auf. Sie studierte Regie und Dramaturgie in Prag und Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Sie inszenierte in der freien Szene Berlins, gründete das interkulturelle Theater-Ensemble „Kumpanya“ mit. Später ging sie an die Landesbühnen Sachsen, das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen und das theater junge generation Dresden. Ihr erster Prosatext „Wolfsliebe“ erschien 2013 im Klak Verlag. Rike Reiniger arbeitet als Regisseurin und Autorin in Berlin.

  • Aufführungsrechte

    Theaterstückverlag Korn-Wimmer, München

  • Mitwirkende

    Sophie Scholl Marget Flach
    Regie und Dramaturgie Anschi Prott
    Regieassistenz Anita Martini
    Flyer/Fotos/graphische Gestaltung Andreas Prott
  • Aufführungstermine

    Mittwoch, 15. März 2017, 20:00
    Donnerstag, 16. März 2017, 20:00
    Freitag, 17. März 2016, 20:00

    Teamtheater Tankstelle
    Am Einlaß 2a
    80469 München
    VVK: T. 089 260 43 33 (AB) oder Online
    Dienstag, 4. April 2017, 20:00
    Mittwoch, 5. April 2017, 20:00
    Donnerstag, 6. April 2017, 20:00

    Teamtheater Tankstelle
    Am Einlaß 2a
    80469 München
    VVK: T. 089 260 43 33 (AB) oder Online
  • Gastspiele

    Gastspielaufführungen können wir Ihnen an Schulen oder anderen Veranstaltungsorten ab Mai 2017 anbieten. Bitte schicken Sie uns eine Nachricht mit untenstehendem Kontaktformular, so dass wir Ihnen ein Angebot unterbreiten können.

    Ich habe Interesse an einem Gastspiel

  • Pressekritiken

    Münchner Merkur, 17. März 2017

    Leichtfüßiges Lehren

    „Sophie Scholl“, Teamtheater

    Es ist ein Lehrstück. Rike Reinigers Drama „Sophie Scholl“ wendet sich an Schüler. Seine Uraufführung feierte es vor einigen ]ahren in Wien, unterstützt vom österreichischen Bildungsministerium. Der Auftrag: Die historische Figur der Widerstandskämpferin sollte einem jungen Publikum nahegebracht werden. Im Münchner Teamtheater schlüpft nun Marget Flach unter der Regie von Anschi Prott in die mythisch überhöhte Rolle. Doch im Gegensatz zu den bekannten Filmen spielt sie auf der Bühne, einem Baukastensystem, eine Doppelrolle: die Sophie Scholl der Weißen Rose und eine heutige Sophie Scholl, eine stinknormale, angepasste Jurastudentin, die von der Karriere träumt und in einem Prozess als Zeugin auftreten soll. Dieser könnte sie entweder das Prädikatsexamen kosten oder die eigene Redlichkeit, je nachdem, was sie aussagt.

    Flach ist großartig. Scheinbar leichtfüßig wirbelt sie durch den Monolog, der gar keiner ist, sondern zahlreiche Dialoge enthält. Neben den Sophies – die Widerstandskämpferin taucht immer wieder auf – gibt sie den heimtückischen Professor, die unbescholtene Uni-Sekretärin, den Gestapo-Mann und, und, und. Mit teils in Karikatur übergehendem Mienenspiel und rapiden Wechseln zwischen Tragödie und Komödie verleiht sie nicht nur der Juristen-Sophie, sondem auch der historischen Scholl ein menschliches Antlitz. Letzterer reißt sie damit die mythische Maske vom Gesicht: „Helden sind eine Erfindung derer, die sie brauchen“, heißt es da.

    Viele Texte des Dramas entstammen dem Briefwechsel von Sophie Scholl und ihrem Verlobten Fritz Hartnagel. Er illustriert, dass die Weiße-Rose-Kämpferin nicht als solche geboren wurde, sondern einen langen Reifeprozess durchlief – vom kichernden BDM-Mädel bis zur Ethos und Humanität verpflichteten Kantianerin. Indem sich die historische Sophie als normaler Mensch entpuppt, der Gutes tat, wird sie fürs Publikum greifbarer, näher – und offeriert jedem die Möglichkeit, sich vom Mitläufer zum denkenden Individuum zu wandeln. KATRIN HILDEBRAND

  • Schülerstimmen

    Eine Lehrerin hat uns Stimmen von Schülern aus einer Nachbesprechung zugesandt:

    … der Höhepunkt des Stückes, war das Ende… das Ende wurde jedoch nicht von der Regisseurin entschieden, sondern das Stück wurde abrupt abgebrochen und der Zuschauer musste selbst überlegen, wie sich die Figur entschieden hätte. Ein großartiges Stück.

    Die Übertragung des Dilemmas der Sophie Scholl aus den vierziger Jahren auf die heutige Sophie Scholl fand ich besonders gelungen. Soll sie sich selbst bevorzugen, oder wie ihre Namensverwandete eine Heldin sein?

    Mir hat das Stück sehr gut gefallen, weil Weiße-Rose-Sophie Scholl nicht nur als Heldin und große Widerstandskämpferin dargestellt wurde, sondern auch als Person. Sie hatte auch ihre kleinen und großen Probleme. Auch die Handlung der gegenwärtigen Sophie Scholl stellte eine moralische Frage. Es brachte die Zuschauer, inklusive mir, zum Nachdenken, was auch wohl die Absicht der Regisseurin war.

    Die Schauspielerin war gut für die Rolle geeignet, mit einer sehr guten Körpersprache und ebenso guter Interaktion mit dem Publikum, sowie deutliche Wechsel zwischen den Figuren. Am besten gefiel mir das Ende, mit einer tief moralischen offenen Frage, die mich selbst auch noch jetzt drei Tage später beschäftigt.

    Die Lehrerin C.L. zum Stück:

    Ich finde die Inszenierung einen gelungen Versuch, das Publikum zum Denken anzuregen, vor allem, ein junges Publikum. Die Frage, wie würdet ihr euch entscheiden, beschäftigte meine Schüler intensiv, das Klassengespräch und die Diskussion in der darauffolgenden Stunde zeigten deutlich, dass die Schüler durch das Stück sehr berührt wurden. Es ist eben nicht eine Geschichtsstunde, mit anschließender Frage, was hättest du getan, sondern eine brandaktuelle Frage: was tust du jetzt?

  • Szenenfotos

    Fotos von der Hauptprobe am 12. März 2017 im Teamtheater München. Alle Fotos sind © Copyright by Andreas Prott.

    Name: Sophie SchollName: Sophie SchollName: Sophie SchollName: Sophie SchollName: Sophie SchollName: Sophie SchollName: Sophie SchollName: Sophie SchollName: Sophie SchollName: Sophie Scholl

  • Videos

    Kurzer Trailer

  • Presse- und Lehrerinfo

    Informationen zum Stück für die Presse und für Lehrer können Sie hier herunterladen.