Junges Bürgerhaus Unterföhring

  • Die Idee

    Das Kulturamt Unterföhring bat Frau Prott um die Ausarbeitung eines theaterpädagogischen Konzeptes für das Bürgerhaus Unterföhring. Das fertige theaterpädagogische Konzept zielte auf den Teilnehmerkreis Jugend, Generationsübergreifend und Senioren ab. Man entschied sich, der Jugend den Vorrang zu geben und Anschi Prott brachte das Konzept in den Jugend- und Kulturausschuß der Gemeinde Unterföhring 2016 ein.

    Das Projekt versteht sich im weitesten Sinne als Teil der Bürgerbühne. Die Bürgerbühne, 2006 vom Staatstheater Dresden ins Leben gerufen, möchte mit diesem Forum in erster Linie kultur-ästhetische Bildungsarbeit unter professioneller Leitung und Regie leisten. Mittlerweile ist die Bürgerbühne in vielen Städten ein Erfolgsmodell. Das deutsch-europäische Theatertreffen 2014 in Dresden ist ein Indiz dafür, welche Dynamik die Bürgerbühnenbewegung inzwischen in ganz Deutschland erreicht hat. Je nach Ausrichtung stehen die Spielclubs auf verschiedenen Levels.

    Es entstand der Name „Junges Bürgerhaus“. Intensives professionelles Schauspieltraining und die Auseinandersetzung mit politischen Strukturen standen im Vordergrund.

    Obwohl es normalerweise bei den Inszenierungen der Bürgerbühne ein Auswahlverfahren gibt, verzichteten wir bei dieser Produktion darauf und ließen uns auf ein Wagnis ein, das viele Herausforderungen an die Regie stellte. Ziel bei der Bürgerbühne ist, inhaltlich als auch ästhetisch zu experimentieren. Ein spannendes Feld, da die professionelle Arbeit mit Laienschauspielern immer noch relativ am Anfang ihrer Entwicklung steht. Die Textgrundlage der Inszenierung kann ein fertiges Stück sein, Interviewmaterial, Improvisationen, die dann der Dramaturg bzw. die Regie zu einem Bogen zusammenzurrt.

    Wir danken der Gemeinde Unterföhring und dem Kulturamt Unterföhring für die vollständige Finanzierung und Unterstützung dieser Projekte.

  • Die Projekte

    2016/17

    Für das erste Projekt war zuerst geplant, das Stück „Die Welle“ mit den jungen Menschen zu inszenieren. Aus verschiedenen Gründen entschied man sich jedoch, stattdessen in einem iterativen Improvisationsprozess selbst ein Stück zu entwickeln rund um die Themen Mobbing, Manipulation und Rechtsextremismus. Es entstand das Stück „Der Kanzler – er MACHT mehr„. Die Aufführungen fanden am 22. und 23. September 2017 im Bürgerhaus Unterföhring statt.

    2018/19

    Im Juli 2018 begannen die Arbeiten für das zweite Projekt. Es soll das Stück „Der satanarchäolügenialkohollische Wunschpunsch“ nach Michael Ende zur Aufführung kommen. Eine neue Herausforderung für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, da sie hier nicht mehr „auf den Leib geschnittene“ Rollen ausfüllen, sondern in fertige Figuren schlüpfen müssen. Die Aufführungen finden am 12. und 25. Januar 2019 im Bürgerhaus Unterföhring statt.

  • Projektleitung

    Konzept, Regie, Dramaturgie, Theaterpädagogik und Projektleitung: Anschi Prott

  • Auftraggeber

    Gemeinde Unterföhring