• Frau Müller muss weg

Frau Müller muss weg

  • Das Stück

    In einer Grundschule im niederbayerischen Dingolfing spitzt sich die Lage zu: Die Eltern der Klasse 4b stehen unter massivem Druck. Das nächste Zeugnis entscheidet über den weiteren Bildungsweg ihrer Kinder und damit, so scheint es, über deren gesamte Zukunft. Schnell ist eine Schuldige ausgemacht: die Klassenlehrerin Frau Müller.

    Doch was als scheinbar geschlossene Initiative beginnt, entwickelt sich zu einem ebenso entlarvenden wie hochkomischen Schlagabtausch.

    Die Lehrerin, eine Zugezogene aus dem Schwabenland, wird nicht nur für ihre Notengebung kritisiert, sondern auch aufgrund regionaler Vorurteile zur Projektionsfläche elterlicher Ängste und Ressentiments. Gleichzeitig treten innerhalb der Elternschaft ganz andere Konflikte zutage: Eine Mutter mit griechischem Migrationshintergrund ringt um gesellschaftliche Anerkennung und Anschluss in der bayerischen Vereinswelt, während andere Eltern mit den Herausforderungen später Elternschaft („Spätgebärende“) und dem damit verbundenen Perfektionsdruck kämpfen.

    Zunehmend bröckelt die Fassade der Einigkeit. Persönliche Rivalitäten, unterschwellige Konkurrenz und intime Verstrickungen – bis hin zu Affären innerhalb der Elternschaft treten ans Licht und treiben die Dynamik immer weiter ins Absurde. Der ursprünglich geplante „Angriff“ auf die Lehrerin kippt in ein vielschichtiges Geflecht aus Selbstentlarvung, Statuskampf und verletztem Ehrgeiz.

    Dabei gelingt es uns in dieser dramaturgischen Fassung, gesellschaftliche hochaktuelle Themen wie Bildungsdruck, soziale Zugehörigkeit, Herkunft, Leistungsdenken und persönliche Lebensentwürfe in eine pointierte, temporeiche Komödie zu überführen. Das Stück lebt von scharf gezeichneten Figuren, treffsicheren Dialogen und einer Eskalation, die ebenso unterhaltsam wie erschreckend vertraut wirkt.

    „Frau Müller muss weg“ ist in dichtes Kammerspiel, das mit minimalem Bühnenaufwand maximale Wirkung erzielt – ein idealer Stoff für ein breites Publikum, der Humor und gesellschaftliche Relevanz verbindet.

    Gerade in Zeiten wachsender Bildungsängste und sozialer Spannungen trifft das Stück einen Nerv und bietet gleichzeitig großes komödiantisches Potenzial.

  • Die Autoren

    Lutz Hübner wurde 1964 in Heilbronn geboren. Nach einem Studium der Germanistik, Philosophie und Soziologie in Münster begann er eine Ausbildung zum Schauspieler an der Hochschule des Saarlandes für Musik und Theater in Saarbrücken. Es folgten Engagements u.a. am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken und dem Badischen Staatstheater Karlsruhe. Von 1990 bis 1996 arbeitete Hübner als Schauspieler und Regisseur am Rheinischen Landestheater Neuss und dem Theater der Landeshauptstadt Magdeburg. Seit 1996 ist er freiberuflicher Schriftsteller und Regisseur.

    Sarah Nemitz geboren in Düsseldorf, studierte Tanz am Institut für Bühnentanz und anschließend Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte, bis sie sich dem Theater zuwandte. Als Schauspielerin war sie von 1989 bis 1993 am Rheinischen Landestheater Neuss tätig.

    Lutz Hübner und Sarah Nemitz zählen zu den meistgespielten zeitgenössischen Dramatiker*innen auf deutschen Bühnen. Ihre Zusammenarbeit als Autorenduo begann 2001. Seitdem entstanden zahlreiche Stücke, die im In- und Ausland gespielt und vielfach ausgezeichnet wurden. Ihr Erfolgsstück Frau Müller muss weg wurde 2015 von Sönke Wortmann verfilmt.

  • Aufführungsrechte

    Hartmann & Stauffacher GmbH

  • Mitwirkende

    Regie und Dramaturgie Anschi Prott
    Flyer/Plakat/Fotos/graphische Gestaltung Andreas Prott
    Frau Müller Gudrun Skupin
    Patrick Jeskow Olaf Gottschalk
    Marina Jeskow Wilma Kaliebe
    Katja Grabowski Sylvia Haas
    Jessica Höfel Nadja Becker
    Wolf Heider Mario Hänel
  • Aufführungstermine

    Spielzeit 2027/2028
  • Gastspiele

    Gastspielaufführungen bieten wir Ihnen im Zeitraum ab April 2028 gerne an. Bitte schicken Sie uns eine Nachricht mit untenstehendem Kontaktformular, so dass wir Ihnen ein Angebot unterbreiten können.

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  • Pressekritiken

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  • Szenenfotos

    Werden nach der ersten Hauptprobe ergänzt!